VW Golf Variant im Fahrbericht

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Ihnen ist der neue VW Golf VII zu klein? Upgrade gefällig? Wie wäre es also mit dem neuen Golf Variant. 1620 Liter Stauvolumen möchten dann aber auch erst einmal gefüllt werden. Ob Surfbrett, Ski oder Snowboard oder doch lieber Gepäck für einen Strandtag mit der ganzen Familie. Mit dem neuen Kombi dürfte das wohl kein Problem mehr sein.

Überblick: Mehr zum neuen VW Golf

„Papa, passt das noch!?“ dürfte aber wohl auch die einzige Frage sein, die beim Wechsel vom Golf auf den Golf Variant entfallen dürfte. Drei Ausstattungsvarianten und sieben neu entwickelte Turbodirekteinspritzer-Motoren von 85 bis 150 PS (vier Benziner und drei Diesel) stehen zur Auswahl. Dem Baukastensystem sei Dank hat der Variant zudem eine nicht aufzählbare Armada von Assistenzsystemen im Angebot. Ein Start-Stopp-System sowie der Rekuperationsmodus des Generators zählen bei allen aktuellen Golf-Modellen zur Serienausstattung. In Kombination mit einem niedrigen cW-Wert von 0,27 sollen diese Gimmicks dem neuen Variant Verbräuche von bestenfalls 5,0 Litern (Beziner) beziehungsweise 3,9 Litern (Diesel) bescheren.

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Sehr vernünftig: Das ESP mit elektronischer Differenzialsperre hilft, sollte die Straße einmal zu knapp werden. Das sog. „XDS+“ arbeitet durch gezieltes Abbremsen der kurveninneren Räder und hält den großen Golf stets in der Spur. Als erster Kombi der Klasse gibt es zudem eine „Multi Collision Brake“. Die bremst das Fahrzeug nach dem Erstaufprall weiter ab, um Folgeunfälle zu vermeiden

Allrad-Kombi: Der neue VW Golf Variant 4Motion

Golf-Variant-(8)Optisch wirkt der Variant deutlich markanter als sein Vorgänger, ist zudem länger und breiter geworden als der dagegen fast rundlich wirkende Golf VI Variant (2009-2013). Und auch wenn der neue Avant sich – verständlicherweise – beim ebenfalls hochwertigen Innenraum nicht von seinen Drei- und Fünftürigen Brüdern absetzen kann, so überzeugt er doch durch den gleich bleibend guten Fahrkomfort bei gleichzeitig deutlich gewachsenem Stauraum.

Er fährt sich so gut, dass der verwöhnte Testfahrer über Details der Sonderausstattungen ins Grübeln kommt. Schwingt der Kombi im „Komfort“-Programm der adaptiven Fahrwerksregelung vielleicht ein wenig zu lange nach, lenkt der Spurhalteassistent vielleicht doch zu stark mit oder warum kooperiert der Tempomat so sauber mit der automatischen Distanzregulierung (ACC), aber nicht mit der Verkehrszeichenerkennung. Doch bei diesen Fragen handelt es sich wohl um Luxus-Probleme, die Otto-Normalfahrer kaum bis überhaupt nicht wahrnehmen dürfte.

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Sparen oder sportliches Cruisen, das Fahrwerk lieber komfortabel oder straff? Jeder Wunsch kann über adaptive Fahrwerksregelung und Fahrprofilauswahlen realisiert werden. Fällt die Wahl auf ein Modell mit DSG ist sogar eine „Segelfunktion“ möglich, wobei Motor und Getriebe entkoppelt werden, wenn etwa auf der Autobahn der Fuß vom Gas genommen wird, der Wagen also „rollt.

In der günstigeren Trendline (ab 18.950 Euro) Variante darf man sich mindestens über ein Fünf-Zoll-TFT-Display, Multifunktionsanzeige (MFA), Tagfahrlicht, Klimaanlage und 15-Zoll-Felgen freuen. Unter anderem den Parkpiloten, MFA+, Schubladen unter den Vordersitzen, das neue Radiosystem „Composition Touch“ sowie eine weiter 12V Steckdose im Kofferraum und 16-Zoll-Alus gibt es in der Comfortline-Variante (ab 20.925 Euro) dann noch obendrauf. Die Topversion (Highline, ab 25.200 Euro)wartet mit beheizbaren Sportsitzen, Klimaautomatik, Bi-Xenonscheinwerfern und 17-Zoll-Alufelgen auf.

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