Tipps zum Urlaub mit dem Pkw

Reise

Von Jahr zu Jahr werden mehr Urlaubsreisen mit eigenen Fahrzeugen durchgeführt. Diese Art des Reisens bietet zwar mehr Unabhängigkeit, führen gelegentlich aber auch zu Stress und großen Strapazen. Komplikationen, die damit verbunden sind, können Unfälle begünstigen oder sogar auslösen.

Tipps für eine angenehme und unfallfreie Urlaubsfahrt
Mit einem Kraftfahrzeug darf nur am Straßenverkehr teilnehmen, wer sich vom verkehrs- und betriebssicheren Zustand des fahrbaren Untersatzes überzeugt hat. Gut beraten sind alle Kraftfahrer, wenn sie vorgeschriebene Inspektionen, Wartungen sowie Hauptuntersuchungen einhalten. Die Fahrt kann nur stattfinden, wenn der Fahrzeugführer in jeder Hinsicht fahrtauglich ist.

Empfohlen wird eine gute Planung vor allem längerer Reisen mit Berücksichtigung ausreichender Erholungszeiten. Treten dennoch Zeitprobleme auf, sollte die Reiseplanung zur Vermeidung von Stress angepasst und Termine nötigenfalls verlegt werden. Wer mit ausreichend Zeit und entspannt unterwegs ist, hält meist auch die Verkehrsvorschriften ein. Eine nicht aggressive, den Verhältnissen angepasste und vorausschauende Fahrweise zahlt sich in jeder Hinsicht aus. Untersuchungen belegen, dass sich das Unfallrisiko bei Berücksichtigung dieser einfachen Ratschläge deutlich verringert. Nicht zu vergessen ist die Mitnahme der Fahrzeugpapiere, einschließlich Versicherungsunterlagen, wichtiger Rufnummern und der persönlichen Dokumente.

Verhalten bei einem Verkehrsunfall in Deutschland
Sollte es trotzdem zu einem Unfall kommen, muss unbedingt Ruhe bewahrt werden. Sind Insassen in der Lage, das Fahrzeug ohne große Gefährdungen zu verlassen, sollte dies mit viel Umsicht geschehen. Mit einer Warnweste ausgestattet, ist zuerst die Unfallstelle zu sichern. Das heißt, die Warnblinkanlage einschalten und das Warndreieck aufstellen. Sind Verletzte zu beklagen, ist rasch der Rettungsdienst zu benachrichtigen und bis zu seinem Eintreffen erste Hilfe zu leisten. Handelt es sich um Personenschäden, schwere Sachschäden, Fahrerflucht, andere Straftaten und die Beteiligung von Ausländern ist immer die Polizei zu informieren. Die Unfallstelle darf nur in Notsituationen verändert werden.

Unbedingt sollte man daran denken, die Personen- und Versicherungsdaten unter den Unfallbeteiligten auszutauschen. Zweckmäßig ist das Erstellen eines Unfallprotokolls mit Fotos und die Identifizierung möglicher Zeugen.

Die Versicherungen helfen in der Regel bei Bergungs- und Reparaturangelegenheiten sowie der Fortsetzung der Reise weiter. Diesbezüglich kann der Zentralruf der Autoversicherer in Deutschland hilfreich sein (0800/6683663 oder 0800 NOTFON D).
Nach den Vorschriften ist ein Unfall in Wochenfrist der Versicherung zu melden.

Wenn es im Ausland kracht
Die oben gegebenen Hinweise gelten auch außerhalb Deutschlands, allerdings mit dem Unterschied, dass bei jedem Unfall die Polizei benachrichtigt werden sollte. In einigen Ländern ist dies ohnehin Pflicht. Dazu kann in fast allen europäischen Staaten die Notrufnummer 112 angerufen werden. Besonders ist darauf zu achten, dass alle Unfalldokumentationen mit großer Sorgfalt angefertigt werden, was mittels des europäische Unfallberichtes, der in einigen Ländern einzig und alleine anerkannt wird, kein größeres Problem darstellt. Das Mitführen der grünen Auslandsversicherungskarte erweist sich immer als vorteilhaft. In verschiedenen Ländern gehört sie zu den Pflichtdokumenten der Einreise.

Der oben genannte Zentralruf der Autoversicherer in Deutschland sollte auch im Ausland zur Hand sein. Über eine einheitliche Rufnummer für die EU, Norwegen, Island, Liechtenstein und die Schweiz (0180-25026 oder Fax 040- 33965401) kann zudem jeder Auskunft über das Versicherungsverhältnis des Unfallgegners und den Schadensregulierungsbeauftragten der ausländischen Versicherung in Deutschland bekommen.