Mercedes: E400 Hybrid und E300 BlueTec Hybrid für Detroit 2012

Mercedes setzt ab sofort auch in der E-Kasse auf Hybrid-Antrieb und hat sich zum Ziel gesetzt, damit „neue Maßstäbe“ in der Oberklasse zu setzen: Auf der kommenden Detroit Auto Show im Januar präsentieren die Schwaben zwei Modelle mit Doppel-Herz. Für europäische Straßen ist 2012 der E300 BlueTec Hybrid – ein Diesel-Hybrid – vorgesehen. Die USA werden dagegen mit der Benziner-Hybrid-Variante E400 Hybrid bedacht. Bei der Antriebseinheit handelt es sich um eine Weiterentwicklung des Moduls aus dem S400 Hybrid.

Beim E300 BlueTec Hybrid handelt es sich erstgenommen um einen E250 CDI, der lediglich durch den 27 PS starken Elektromotor zum E300 geadelt wird. Sein Diesel steuert 204 PS und 500 Nm bei. In der Summe liegt der Wagen so auf dem Niveau des größeren E 300 CDI. Seinen Verbrauch soll der Hybrid allerdings um 35 Prozent unterbieten, den des E 250 CDI immerhin noch um 15 Prozent. Mit seinen 4,2 Litern Diesel auf 100 Kilometer und einer CO2-Emission von 109 Gramm pro Kilometer sei der E 300 BlueTec das „sparsamste Oberklasse-Modell der Welt“. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei 242 km/h liegen, der Sprint auf Tempo 100 in 7,5 Sekunden gelingen. Mit diesen Verbrauchswerten kann der E 400 Hybrid naturgemäß nicht mithalten. Sein 306 PS starker V6-Otto stellt 370 Nm zur Verfügung. Auch er wird vom 27 PS leistenden Elektromotor unterstützt. Im Schnitt soll der E400 Hybrid 8,7 Liter verbrauchen.

Da die Hybrid-Einheit keine Veränderungen an der Karosserie voraussetzt, können auch weitere Modelle damit ausgerüstet werden. Der Aufpreis soll sich im Rahmen halten, verspricht Mercedes. Das Platzangebot soll voll erhalten bleiben, der Fahrkomfort sich sogar steigern, denn im Zusammenspiel bilden beide Motoren ein souveränes Team: Der Verbrennungsmotor kann bereits bei Geschwindigkeiten unter 160 km/h im Schubbetrieb abgeschaltet werden, denn Lenkung, Bremse und Klimaanlage arbeiten elektrisch. Auch das Anfahren, Rangieren und Parken geschieht elektrisch.

Durch eine sogenannte Boostfunktion soll der Elektro-Motor seinen Diesel-Kollegen beim Beschleunigen mit zusätzlichem Antriebsmoment unterstützen. Auch die Bremsenergierückgewinnugn und das „Segeln“ beherrscht das Duo. Dabei schaltet sich der Verbrennungsmotor bei Geschwindigkeiten unter 160 km/h ab und überlässt dem E-Motor das Feld, der das gewünschte Tempo dann so lange hält, bis die Batterie nachgeladen werden muss. Bis Tempo 35 und über eine Strecke von bis zu einem Kilometer kann die E-Klasse auch rein elektrisch fahren. Damit der Fahrer nicht den Überblick über die Aktivitäten seines Autos verliert, wird er über ein Zentraldisplay auf dem Laufenden gehalten.