Mazda CX-5 im Fahrbericht: Der MX-5 fürs Gelände

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Knackige Schaltung, sportliches Fahrwerk, rasante Fahrleistungen. Mazda greift die Platzhirsche der kleinen Geländewagen an. Das Leichtgewicht CX-5 (ab 1420 kg) soll etablierten SUV wie VW Tiguan, Ford Kuga und Hyundai ix35 in die Parade fahren. Mit Kühlergrill im Audi-Stil und Spaßfaktor à la MX-5. Das kann ja was werden!

Kurze Überhänge, steil ansteigende Fensterlinie, robuste Kunststoffplanken rundum. Der kompakte Kraxler (4,50 m lang) ist optisch keine Überraschung, eher ein Best-of-Mix beliebter Hochsitzautos. Ein bisschen Porsche Cayenne am Heck, ein bisschen BMW X3 von der Seite, vorn ein Hauch Audi Q3. Macht ganz viel CX-5.

Trotz des großen Radstands (2,70 m) wirkt der neue Mazda knackig. Auf den schwülstigen Chromzierrat seines großen Bruders CX-7 verzichtet er. Er bleckt lieber den großporigen Wabengrill und grinst angriffslustig mit seinen Halos.

Atemberaubende Fahrdynamik und niedrigen Spritverbrauch verspricht Mazda. Offiziell sollen dem Diesel 4,5 Liter auf 100 Kilometer reichen, dem Benziner 6,0 l/100 km. Macht CO2-Emissionen von 119 g/km und 139 g/km. „Der CX-5 ist Benchmark in diesem Segment“, verspricht Hideaki Tanaka, der verantwortliche Mazda-Manager. Große Worte für einen, der bislang kein Auto in dieser Klasse am Start hatte.

Drei Vierzylinder sind vorgesehen. Den 2.0-Liter-Benziner gibt es mit und ohne Allrad (118 kW/160 PS bzw. 121 kW/165 PS). Die beiden 2.2-Liter-Diesel leisten 150 PS (110 kW) und 175 PS (129 kW). 380 bzw. 420 Newtonmeter sorgen für reichlich Bumms beim Beschleunigen. Der stärkere Diesel hat grundsätzlich 4×4-Antrieb. Wer zum Benziner greift, sollte es bei der serienmäßigen 6-Gang-Handschaltung belassen. Der Sechs-Gang-Automat jault beim Kickdown wie Hui Buh auf Speed. Osteuropäischen Ohren macht das offenbar nichts: Das Gros dieser CX-5-Variante ist für Russland bestimmt.

503 Liter schluckt das Gepäckabteil – Branchen-Bestwert, freut sich Mazda. Ein Griff, schon fallen die teilbaren Rücklehnen (40:20:40) um wie ein ausgeknockter Boxer. Dann passen 1758 Liter rein – mehr als beim Lademeister VW Passat (1731 Liter).

Technisch fährt der CX-5 so ziemlich alles auf, was Mazda derzeit zu bieten hat – und in dieser Klasse sonst kaum einer. Der City-Notbremsassistent stoppt das Auto bis 30 km/h automatisch, das Navi arbeitet mit anonymisierten Handydaten, der farbige 5,8-Zoll-Bildschirm lässt sich per Drehknopf oder Touchscreen steuern. Der Spurhalteassistent (ab 65 km/h) hält den CX-5 auf Kurs, der Fernlicht-Assi entscheidet über Abblend- und Fernlicht.

Im April 2012 startet der Verkauf. 40.000 Einheiten will Mazda wenigstens absetzen pro Jahr, davon 8000 Stück in Deutschland. Los geht es bei 23.490 Euro (2.0 Prime-Line). Das Topmodell (2.2 Sports-Line) kostet 34.490 Euro.