Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko – diese drei Versicherungen entscheiden, wie viel wir Jahr für Jahr unabhängig von den Spritkosten für unseren Wagen zahlen müssen. Zugegeben, verpflichtend ist nur die Haftpflicht-Versicherung – das sagt ja schon der Name – dennoch sind die meisten Autos auf deutschen Straßen mindestens mit einer Teilkasko-Versicherung gegen Beschädigungen Dritter – oder etwa Unwetter – geschützt. Und je teurer der Wagen desto wahrscheinlicher ist es, dass sein Halter auch eine Vollkasko abgeschlossen hat. Immerhin haftet die in den meisten Fällen u.a. auch bei einem selbstverschuldeten Unfall.

Doch wie viel genau muss man den nun für 12 Monate Versicherung auf den Tisch legen? Das entscheidet maßgeblich die Einstufung der Einzelnen Modell in die Typklassen. Das System dahinter ist ganz einfach: Je mehr Unfälle mit einem PKW passieren und je teurer die Instandsetzung des Schadens ist, desto höher ist die Typklasse. In der Haftpflicht geht es hoch bis 25, bei der Teilkasko ist bei 33 Schluss, die Vollkasko geht bis auf 34. Auch ohne einzelne Angebote der Versicherer einzuholen, kann man sich also im Vorfeld ein Bild davon machen, welche Modell teurer werden und welche Modelle man sich – vor allem als Fahranfänger – eher leisten kann.

Spitzenreiter bei Top-Haftpflicht-Modellen sind durchweg SUVs. Auf Platz eins steht der BMW X6 30d, es folgenden Mercedes  GL 320/350 CDI und BMW X5 3.0d. Im Klartext heißt das: Mit diesen Modellen passieren unverhältnismäßig viele Unfälle mit Fremdschäden. Und auch am eigenen Fahrzeug geht bei diesen Unfällen wohl recht viel kaputt. Denn auch in der Teilkasko-Spalte stehen BMW X6, X5 und andere SUV ganz oben. Etwas anders stellt sich das bei den Typklassen der Vollkasko dar. Hier  stehen ausschließlich Porsche-Modelle auf den ersten Plätzen. Neben 911 turbo und GT3 ist auch der Porsche 911 GT2 mit Typklasse 34 eingestuft. In Kombination mit Haftpflicht sind auch der Mercedes G65 AMG sowie der Nissan GT-R oder auch der Honda NSX absolute Spitzenreiter.

Dieser kleine Exkurs zeigt deutlich: Es ist nicht nur nahezu unerschwinglich, einen BMW X6 30d, Mercedes G65 AMG oder Porsche 911 GT2 zu KAUFEN, auch die Versicherung muss man sich leisten können (und wollen).

Doch statt von einem Porsche 911 Turbo oder BMWX6 zu träumen, wollen wir uns doch einmal anschauen, was sich am unteren Ende der Tabelle so tut. Blenden wir alle Parameter aus, finden sich hier bei der Haftpflicht zunächst einmal die ganzen Oldtimer und Youngtimer. Mit ihnen währt man erfahrungsgemäß extra vorsichtig und vor allem wenig. Bei Modellen ab Baujahr 2000 bieten sich als besonders preiswert im Unterhalt unter anderem ein Suzuki Vitara sowie ein Mazda MX-5 oder auch der Ford Street Ka an. In Sachen Teilkasko dürften Modelle wir der Opel Astra mit 100 PS-Benziner oder der Citroen Xantia 1.8 (beide mit Typklasse 11) recht preiswert sein.

Nach dem Blick in die Typklassen-Tabelle des GDV bleibt in der Praxis dann aber doch nur der konkrete Blick ins Angebot – etwa der Auto Versicherung der DA Direkt. Mit wenigen Klicks und auch ohne den Fahrzeugschein des Traumwagens lässt sich hier schnell berechnen, was an Haftpflicht-, Teilkasko oder gar Vollkasko auf einen zukommt. Und das Gute daran: Man kann von Gebrauchtwagenbörsen wie mobile.de oder Autoscout24 direkt vom Angebot des Wagens zur Berechnung der Versicherung springen und – wenn es leider doch zu viel ist – direkt zurück ins Gebrauchtwagenangebot springen.