Der Gebrauchtwagenmarkt in Deutschland ist bekanntlich riesig. Egal welche Marke, welches Budget und Fahrzeugalter – seinen Traumwagen zu finden geht heute schneller denn je. Das Internet hat in den vergangenen Jahren durch Plattformen wie mobile.de wesentlich dazu beigetragen, dass Gebrauchtwagenkäufer auf eine kaum noch zu überblickenden Auswahl an Angeboten zurückgreifen können. Überregionale oder gar internationale Suchen waren noch vor 20 Jahren mit enormem Aufwand verbunden. Heute dagegen sind sie dank des Internets ein Kinderspiel.

Unkomplizierte Suche dank Internet

Auf Gebrauchtwagen-Plattformen im Internet kann der angehende Käufer anhand einer breiten Palette von Kriterien schnell und problemlos die ihn interessierenden Angebote eingrenzen. Fahrzeugmarke und -modell, Bauform (Limousine, Kombi, Coupé), Motorisierung (Hubraum und Leistung, Kraftstoffart), Getriebeart, Farbe, Innenausstattung und Extras sind nur die wichtigsten Parameter, auf die dabei Einfluss genommen werden kann. Durch Angabe von Fahrzeugalter und Laufleistung kann der Suchende zudem genau eingrenzen, welchen Erhaltungszustand er wünscht. Selbst Fahrzeuge mit ausgefallenen Zusatzoptionen wie Panorama-Schiebedächern, kamerabasierte Einparkhilfen oder LED-Scheinwerfern lassen sich mit Hilfe der Detailsuche gezielt aus dem Überangebot an Gebrauchtwagen herausfiltern. Inzwischen ist sogar eine vergleichende Suche möglich, die gleich mehrere Fabrikate berücksichtigt. Auch auf die Fahrzeughistorie kann der Interessierte Einfluss nehmen und gezielt nach Wagen mit Checkheft, wenigen Vorbesitzern oder aus Nichtraucherhaushalt suchen. Gliedern lassen sich die Suchergebnisse in der Regel nach dem Preis, der Laufleistung oder dem Datum der Angebotseinstellung.

Wartungszustand wichtiger als Alter oder Laufleistung

Bei der Gebrauchtwagensuche gibt es eine Vielzahl von Regeln zu beachten. Fahrzeuge mit einer hohen Laufleistung sollten nicht kategorisch verschmäht werden, wenn der Preis stimmt. Viel wichtiger ist ein guter Pflegezustand. Kann der Verkäufer beispielsweise eine Reihe von wichtigen Reparaturen und Wartungsarbeiten nachweisen, die in der letzten Zeit vorgenommen wurden, so kann ein Fahrzeug mit etwas mehr Kilometern auf dem Tacho oder ein paar Jahren mehr auf dem Buckel durchaus die bessere Wahl darstellen. Kritisch sind hier vor allem Bremsen- und Zahnriemenwechsel, ein Austausch der Wasserpumpe oder der Stoßdämpfer.

Kilometerstand überprüfen

Idealerweise sind solche Arbeiten auch in einem Scheckheft vermerkt, das gleichzeitig die Authentizität des Kilometerstandes belegt. Sollte ein Scheckheft nicht vorhanden sein, kann man sich auch die TÜV-Reporte der vergangenen Jahre zeigen lassen, in denen der Kilometerstand ebenfalls dokumentiert ist. Schließlich kann auch ein kritischer Blick in den Innenraum zeigen, ob die Kilometer original sind. Wenn ein Fahrzeug mit 50.000 km schon fühlbar durchgesessene Sitze und ein abgegriffenes Lenkrad aufweist, sollte man hellhörig werden. Ein gepflegter Innenraum ist dagegen oftmals ein Signal, dass der Vorbesitzer generell vorbildlich mit seinem Fahrzeug umgegangen ist.

Suchoptionen nutzen

Klug ist es ebenfalls, gezielt nach den neuesten Angeboten zu suchen. Begehrte Fahrzeuge werden in der Regel nämlich meist nach wenigen Tagen verkauft. Wer dagegen nur nach anderen Kriterien filtert, der bekommt oft seitenweise Ladenhüter angezeigt.
Manchmal kann es auch lohnen, sich gezielt auf die Suche nach ausländischen Angeboten zu begeben. Während ein Bentley beispielsweise in Deutschland ein teurer Exot ist, ist der britische Markt deutlich besser bestückt – vorausgesetzt natürlich, man kann mit einer Rechtslenkung leben.

Gewerblich oder privat kaufen?

Grundsätzlich hat der Käufer die Wahl zwischen privaten und gewerblichen Angeboten. Während private Angebote in der Regel deutlich günstiger sind und man sogar einige tausend Euro sparen kann, kauft der Interessent hier auf eigene Gefahr. Händler haben zwar höhere Preise, bieten dafür aber überwiegend auch eine Gebrauchtwagengarantie an.

Am Ende sollten Sie aber beim Autokauf immer zuerst einen kritischen Blick auf das reale Fahrzeug werfen – und wenn es möglich ist auch darunter – und anschließend ihrem Bauchgefühl vertrauen.

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