Fiat Chrysler verkauft Sportwagenmarke Ferrari

Ferrari, leuchtendes Beispiel italienischer Ingenieurskunst, mit stabilen Wachstumszahlen und wirtschaftlich mehr als erfolgreich – gern gesehenes Mitglieg des Fiat-Chrysler Imperiums. Das könnte sich jedoch in absehbarer Zeit ändern, wie das amerikanische Magazin „Road&Track“ berichtet. Demnach will Fiat Chrysler im ächsten Jahr bis zu 10% der Ferrari-Anteile auf den amerikanischen und europäischen Aktienmarkt verkaufen. Die restlichen Anteile sollen aktuellen Fiat Aktieninhabern offen stehen. Vorausgegangen war eine offene Auseinandersetzung zwischen dem bisherigen Ferrari Chef Luca di Montezemolo, der vor wenigen Monaten seinen Abschied verkündete und Fiat Chef Marchionne, die sich nicht über die zukünftige Ausrichtung der italienischen Sportmarke einig werden konnten.

In einer Pressemitteilung erklärte Marchionne, das während der Geschäftsplanung bis 2018 entschieden wurde, sich von Ferrari zu trennen, um den Fiat Chrysler Konzern langfristig zu stärken. Über mögliche Interessenten kann zum jetzigen Zeitpunkt nur spekuliert werden, sicher ist jedoch, dass Ferrari in Zeiten der Globalisierung wohl kaum allein auf dem Weltmarkt bestehen kann. Ein vorsichtiger Blick in Richtung Wolfsburg (VW wurde schon öfter als potenzieller Interessent der Sportwagenmarke genannt) ist daher durchaus angebracht.