Die Brennstoffzelle als alternativer Antrieb bei Daimler

Die Brennstoffzelle ist ein großer Hoffnungsträger unter den alternativen Antriebstechnologien. Daran lassen die deutschen Autohersteller keinen Zweifel. Das größte Potenzial für emissionsfreies Fahren hat die Brennstoffzelle. Das machte der Forschungsvorstandschef von Mercedes – Thomas Weber – gravierend deutlich. Es existiert nur ein kleines Problem bei dem Unternehmen Daimler: Eine Brennstoffzelle ist extrem teuer. Ein marktfähiges System muss erst entwickelt werden.

Abenteuerliche Weltenbummler bei Mercedes-Benz

Erfahrene Weltenbummler fuhren mit Mercedes-Benz-Fahrzeugen 30.000 Kilometer im Konvoi rund um den Globus. Der Antrieb der Elektromotoren erfolgte ausschließlich mit Wasserstoff. Die Weltumrundung zeigte auf, dass der Brennstoffzellenantrieb tadellos funktioniert.

Das Herzstück der B-Klasse F-Cell ist die Brennstoffzelle. Hier wird aus dem Wasserstoff elektrischer Strom erzeugt. Der Strom speist einen Elektromotor direkt oder wird an einen Lithium-Ionen-Akku weitergegeben. Das Fahrwerk besitzt eine Leistung von etwa 136 PS. Der Akkumulator wird durch ein technisches Verfahren zur Energierückführung wieder aufgeladen.

Mercedes F-Cell

Die B-Klasse F-Cell fährt völlig emissionsfrei. Das ist aktiver Umweltschutz. Der Auspuff befördert nur Wasser nach außen. Der Elektromotor mit der Brennstoffzelle wurde im Sandwichboden verbaut. Das erspart Platz. Der Kofferraum bleibt ausreichend geräumig.

Auch nach Brandschutzgesichtspunkten erweisen sich der Wasserstoff und die Brennstoffzelle als absolut sicher. Bei der Firma Daimler ist die Belegschaft nach der Tour vorerst euphorisch, dass ein Start der Großserienproduktion auf das Jahr 2014 vorgezogen wird. Doch müsste dann ein ausreichendes Tankstellennetz geschaffen werden. Weitere Informationen gibt es hier.

Kooperation zur Lösung des Kostenproblems

Wer die Nase vorn hat, zeigt sich erst in den kommenden Jahren. Insgesamt ist festzustellen, dass sich viele Fahrzeughersteller bei der Elektromobilität vom Akku als Energiespeicher verabschieden und sich der Brennstoffzelle als Speicher zuwenden. Das hat Signalwirkung. Mit einer Kooperation könnten Investoren für eine Infrastruktur von Wasserstofftankstellen angelockt werden. Denn es sollen genügend Möglichkeiten geschaffen werden, um die Fahrzeuge entsprechend aufzutanken.

Fertigung in Großserie bei Mercedes-Benz

Der erschwingliche Kaufpreis kann nur durch eine Großserie erreicht werden. Eine verzweigte Kooperation ermöglicht höhere Stückzahlen. Das ergibt genug Volumen, um wettbewerbsfähig zu produzieren. Deshalb wird Daimler voraussichtlich keine Kleinserie für das Jahr 2015 starten, um das erste Brennstoffzellen-Fahrzeug auf den Markt zu bringen.