Autonomes Fahren: Mercedes S-Klasse mit Intelligent Drive

Autonomes Fahren 2013 S-Klasse Intelligent Drive Galerie

Wenn man ehrlich ist, hat man es nicht für möglich gehalten. Dass bereits im Jahr 2013, in dem laut KBA 52,39 Millionen Autos in Deutschland zugelassen sind und durch menschliche Intuition, eigenverantwortliches Handeln und Denken über die Straßen gelenkt werden, ein Computer im Auto diese Arbeit mit Bravour und unfallfrei übernehmen kann. Allen Zweiflern zeigt Mercedes-Benz mit einer Demonstrationsfahrt in einer mit Computern und Sensorik vollgestopften S-Klasse nun die rote Karte.

Neu auf der IAA: das S-Klasse Coupé Concept

Bis auf weiteres konnten genau die Steuergeräte und Sensoren verwendet werden, die bereits in E- und S-Klasse in Serie verbaut werden. Auf historischer Strecke, nämlich der, die Bertha Benz vor genau 125 Jahren zwischen Mannheim und Pforzheim fuhr, wurde das Projekt durchgeführt. Der rundum mit Kameras bestückte S500 bewältigte die rund 100 Kilometer, ohne dass ein Eingreifen des Fahrers nötig gewesen wäre. Dabei helfen insbesondere 3D-Kameras, Fern- und Nahbereichs-Radarsysteme sowie Video-Augen an Front und Heck, die rote Ampeln und Geschwindigkeitsbegrenzungen erkennen sowie anhand der Topografie die genaue Position der S-Klasse bestimmen können. Auch brenzligen Situationen und unklaren Verkehrsverhältnissen begegnet der Autopilot mit einer Souveränität, die man von Menschen kaum kennt. Das zeigt: wir sind dem autonomen Fahren und damit einer völlig neuen Form der Fortbewegung noch nie näher gewesen als heute. Mercedes selbst hält es für möglich, bis 2025 das autonome Fahren massentauglich zu machen. Über die ersten Schritte ist man jedenfalls schon lange hinweggekommen.

Die Jungfernfahrt des S500 Intelligent Drive im Video: