Schon seit längerer Zeit düst Audi mit einem verräterischen Q7-Testwagen über die Nürburgring Nordschleife. Es ist davon auszugehen, dass die Bayern hier die neue Speerspitze der gründlich überarbeiteten Baureihe testen. Doch welches Aggregat schlägt unter der Haube des kommenden SQ7? Oder wird es sogar eine neue Doppel-Spitze aus SQ7 und RSQ7 geben? Einige Fakten und diverse Berichte sprechen dafür.

Als relativ sicher gilt, dass es einen SQ7 TDI geben wird, der von einem V8-Biturbo-Diesel, unterstützt von einem elektrischen Verdichter, angetrieben wird. Das System stellte Audi bereits im RS5 TDI Concept vor und adaptierte es beim GTI Treffen am Wörthersee im TT clubsport turbo Concept sogar auf eine Kombination aus Otto-Motor und elektrischem Turbo. In beiden Fällen übernimmt das elektrische Derivat zum herkömmlichen Turbolader die Verdichtung im unteren Drehzahlbereich, ein Turboloch soll so vollkommen eliminiert werden.

Im Audi SQ7 könnte es das System auf eine Leistung von rund 400 PS bringen. Immerhin gilt es, den BMW X5 M50d zu schlagen, der mit immerhin 381 PS antritt (Reihensechszylinder mit drei Turbos). Und selbst den inzwischen 575 PS starken BMW X5M könnten die Ingolstädter ins Visier nehmen.

Denn erst vor wenigen Tagen präsentierte der VW-Konzern einen neuen Sechsliter-W12-Benziner, der es auf beachtliche 608 PS und 900 Nm Drehmoment bringt. Gedacht ist der Biturbo-Zwölfzylinder für alle „Premiummodelle der Marken VW, Audi und Bentley“ hieß es beim Motorensymposium in Wien. Und weiter habe der Motor einen „offroadtauglichen Ölkreislauf mit schaltbarer Ölpumpe“, was für den Einsatz im Q7 ebenso spräche wie eine Verwendung im geplanten Bentley-SUV. Fest stehen dürfte aber, dass ein derart angetriebener Audi Q7 die Nomenklatur RS Q7 mehr als verdient hätte und dem BMW X5M seine Grenzen aufzeigen würde. Einen optischen Vorgeschmack auf einen Audi RSQ7 bietet uns X-Tomi Design, der solch ein Power-W12-SUV auf Basis des aktuellen Q7 auf den Bildschirm gezaubert hat.

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