Anhängerkupplung nachrüsten: Es lohnt sich!

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Lass uns dieses Jahr doch mal Urlaub im Wohnwagen machen, meinte meine Frau. Eine gute Idee – eigentlich. Schließlich waren wir auch früher immer Campen und jetzt mit den beiden Kindern verspricht das wieder viel Spaß. Doch leider haben wir an unserem zehn Jahre alten Passat keine Anhängerkupplung. Und extra einen neuen Wagen kaufen, kommt aus verschiedenen, nur zu verständlichen Gründen nicht in Frage. Also was tun? Gut, dass es diverse Firmen mit Anhängerkupplungen zum Nachrüsten gibt.

Eine zentrale Anlaufstelle ist hier die Firma Rameder, die auf ihrer Seite www.kupplung.de so ziemlich alle Marken im Portfolio hat – egal ob abnehmbares oder festes Modell. „Wenn Sie bei uns keine passende Anhängerkupplung finden, dann gibt es wahrscheinlich auch keine“, macht uns ein Rameder-Mann Hoffnung. Und richtig: Nach nur wenigen Klicks auf der Homepage haben wir das passende Zubehör-Teil gefunden und bestellt. Für 217 Euro kommt die Anhängerkupplung nach Hause, für noch einmal 62 Euro extra gibt’s das passende, über stabile Steckverbindungen zu montierende, Kabel-Paket mit 7- oder 13-poligen Steckern mit dazu.

Luxus auf engstem Raum: Auch so kann ein moderner Wohnwagen-Innenraum aussehen

Nach einer extrem kurzen Lieferzeit von nur einem Tag bekommen wir das mächtig große und noch schwerere Paket geliefert und machen sogleich einen Termin bei der Werkstatt um die Ecke. Die mitgelieferte Einbauanleitung ist leicht verständlich und auch mit der Materie weniger erfahrene Mechaniker dürften den Einbau problemlos hinbekommen.

Nachdem der Wagen auf die Bühne genommen und die Heckschürze abgenommen ist, geht es Schlag auf Schlag. Der serienmäßige Stoßfänger wird demontiert, die Aufnahme für das Neuteil von Rameder (die eigentliche Kupplung stammt in unserem Fall von Westfalia) vorbereitet und die mitgelieferten Kabel werden verlegt. Anschließend wird alles wieder zusammengebaut und wir bekommen eine kurze Einweisung – fertig. Nach rund zwei Stunden ist die Sache erledigt.

Statt des serienmäßigen Stoßfängers verschwindet nun das Neuteil von Westfalia im Inneren des VW Passat.

Ohne Schürze gut zu sehen: Links die schwenkbare Steckdose, rechts die eingesteckte Kupplung mit Halterung.

Durch die besondere Konstruktion der von uns gewählten, abnehmbaren Anhängerkupplung, muss an der Schürze unseres Passat Variant nur ein winziges, von außen nicht sichtbares Stück entfernt werden. Die „Steckdose“ ist zudem schwenkbar und damit unsichtbar solange man die Kupplung nicht braucht.

Zusammen mit dem Einbau haben wir für das „Gesamtpaket“ knapp 430 Euro bezahlt und können nun mit unserem 130 PS starken Diesel-Kombi gebremste Anhänger bis 2000 Kilogramm ziehen. Und dank der 85 Kilo Stützlast lassen sich auf einem auf der Kugel zu montierenden Fahrradträger sogar bis zu 4 Räder transportieren. Nun denn, dann steht unserem Familien-Urlaub im Wohnwagen also nichts mehr im Wege.