Offener F12: Ferrari F60America für zehn Sammler

Superfast, America, Superamerica: Diese Namenszusätze haben bei Ferrari lange Tradition: Schon in den Fünfziger-Jahren waren das die ganz besonderen Modelle der Italiener, es waren GT mit V12-Frontmotor und speziellen Karosserien. Mit dem F60America bedankt sich Ferrari nun für 60 Jahre Erfolg auf dem amerikanischen Automobilmarkt, macht aus dem geschlossenen F12 Berlinetta einen knackigen Roadster und schafft – leider – nur zehn exklusive Modelle.

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Alle Exemplare sind in den typischen N.A.R.T. – Farben Blau, Rot und Schwarz gehalten. Es sind die Farben des North American Racing Teams, das dem ersten amerikanischen Importeur Luigi Chinetti gehörte und der regelmäßig Sondermodelle nach dem N.A.R.T. – Farbmuster bestellte. So wurde beispielsweise der 275 GTB/4 N.A.R.T. Spider ebenfalls lediglich zehn Mal gebaut. Der F60America übernimmt jedoch den dem heutigen Stand der Technik entsprechenden Antriebsstrang, es bleibt also beim mehr als ausreichend starken V12 Front-Mittelmotor und 740 PS.

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Auffallend ist die Dachkonstruktion: Es gibt lediglich ein Notverdeck aus Textil, das maximal Geschwindigkeiten von 120 Km/h aus- und dichthalten soll. Alles andere müssen die Passagiere unter freiem Himmel erleben – wobei dieser Gedanke auch angesichts des zweifarbigen Interieurs nicht zu verachten ist: Während der Fahrer auf rotem Ledergestühl Platz nimmt, ist die Beifahrerseite komplett schwarz beledert. Ein feines Detail sind die eingearbeiteten „Stars and Stripes“ in den Rückenlehnen. Über den Preis spricht man bei Ferrari im Übrigen nicht, aber es waren ohnehin alle Exemplare noch vor der offiziellen Präsentation am 11. Oktober in der City Hall in Beverly Hills verkauft.