Mitsubishi Outlander PHEV: Serien-Hybrid für die IAA

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Nachdem BMW erst gestern seinen hybridgetriebenen X5 eDrive Concept für die IAA 2013 (12. bis 22.09.) angekündigt hat, zieht nun Mitsubishi mit seinem bereits in Paris 2012 vorgestellten Hybrid-SUV nach und stellt den Outlander PHEV ebenfalls auf die Frankfurter Messe. Im Gegensatz zu den Bayern hat die Produktion des Outlander PHEV allerdings bereits begonnen und der europäische Marktstart steht unmittelbar bevor.

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Angetrieben wird der Outlander PHEV (Plug-in-Hybrid Electric Vehicle) von der bereits aus dem Mitsubishi i-MiEV bekannten Hybrid-Technologie. Im Outlander setzt sich das System aus einem vorne verbauten, Zweiliter-Benziner mit 121 PS, einem Front-Elektromotor mit 60 kW (82 PS) sowie einem hinten verbauten Elektromotor mit ebenfalls 60 kW (82 PS) zusammen. Angetrieben werden alle vier Räder, was zu „souveränen Fahreigenschaften auf- und abseits befestigter Straßen“ führen soll. Dennoch gibt Mitsubishi einen Durchschnittsverbrauch von aberwitzig erscheinenden 1,9 Litern auf 100 Kilometer an. Da wirken selbst die 3,8 Liter des BMW X5 eDrive Concept geradezu verschwenderisch. Erreicht wird dieser geringe Verbrauch natürlich nur, weil der Outlander PHEV dank seiner 12 kWh fassenden Batterie bis zu 50 Kilometer rein elektrisch fahren kann, die hierfür benötigte Energie bei der Berechnung des Durchschnittsverbauchs aber nicht berücksichtigt wird.

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Die relativ hohe elektrische Reichweite bedeutet aber natürlich auch, dass fast alle Fahrten des täglichen Lebens (zur Arbeit, zum Einkaufen etc.) theoretisch ohne Hinzunahme des Verbrenners zu realisieren sind. Wer dieses Ziel verfolgt, wählt den Fahrmodus „EV Drive Mode“, der lediglich die beiden Elektromotoren anfordert. Bei „Series Hybrid Mode“ lädt der Benzinmotor in der Funktion eines Generators die Batterie auf. Die Systemsteuerung schaltet automatisch in diesen Modus, wenn der Ladezustand einen definierten Grenzwert erreicht hat – ebenso bei zusätzlicher Leistungsanforderung, beispielsweise für Überholvorgänge oder an Bergpassagen. Bei höherem Tempo oder Leistungsbedarf aktiviert das System den Parallelhybrid-Modus „Parallel Hybrid Mode“: In dieser Konfiguration stellt der Benzinmotor aufgrund seiner Effizienzvorteile in diesem Betriebszustand die Hauptantriebskraft bereit und erhält bei Bedarf Unterstützung durch die E-Motoren.

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Aufgeladen wird die unterflur verbaute Batterie während der Fahrt – wie bereits erwähnt – über einen Generator, sowie ein regeneratives Bremssystem. Am 230V-Netz soll die Vollladung in vier Stunden abgeschlossen sein, eine „80-Prozent-Schnellladung“ ist bereits in 30 Minuten erledigt, so Mitsubishi.

Neben seinem Hybrid-System soll der neue, 1,8 Tonnen schwere und 4,56 Meter lange Outlander PHEV zudem mit einem Kofferraumvolumen von 463 Litern, „hochwertigen Materialien“ im Innenraum sowie diversen Sicherheits-Systemen überzeugen. Zu welchem Preis und wann genau das Hybrid-SUV auf den Markt kommt, verrieten die Japaner noch nicht. Im Heimatland jedenfalls wird das neue Modell bereits seit Anfang des Jahres verkauft.