Kleine Katze ganz groß: Jaguar XE vorgestellt

Mit Spannung wurde er erwartet – der erste kleine Jaguar der Mittelklasse seit dem Verschwinden des glücklosen X-Type vor rund fünf Jahren. Nach – gefühlt – zigmaligem Anteasern war es gestern endlich soweit: Am Londoner Earls Court rollte der XE in vollem Ornat vor die Presse.

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Baute der X-Type noch auf dem Ford Mondeo auf und wurde alleine deshalb von der damaligen Fangemeinde nicht als Jaguar anerkannt, hat sich seither einiges getan. Mit dem XF begann Jaguar, sich selbst umzukrempeln, der rundum renovierte XJ folgte wenig später und mit dem F-Type ist nun ein spaßiger Sportwagen im Programm. Der neue XE springt auf diesen Zug auf und zielt klar auf das Dienstwagensegment aus Mercedes C-Klasse, BMW Dreier und Audi A4.

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Wie ernst es Jaguar insbesondere mit den sportlichen Ambitionen meint, erkennt man bereits daran, dass gestern in London lediglich das Topmodell – der XE S mit 340 PS – vorgestellt wurde. Die übrigen Varianten folgen später zum Pariser Autosalon im Oktober. Drei Liter Hubraum und Kompressoraufladung sowie eine Achtgang-Automatik von ZF sorgen beim XE S für einen gut fünfsekündigen Spurt von 0 auf 100 Km/h. Bei 250 ist Schluss.

Jaguar-XE-S-2014-(14)Optisch orientiert sich der XE an seinen größeren Brüdern, vermeidet also jegliche Verknüpfung zu den „olden days“ der Marke. Das passt zwar ins Konzept, doch insbesondere die Heckpartie wirkt etwas austauschbar. Vorne ist der Wiedererkennungswert dank der geschlitzten Scheinwerfer und dem typischen Kühlergrill höher. Alles im allem kommt der neue Jag sportlich und sogar etwa aggressiv daher.

Dazu passen die technischen Voraussetzungen unter dem Blech. Denn der starke Sechszylinder sitzt in einem Aluminium-Monocoque, das gerade einmal 250 Kilogramm auf die Waage bringt. Diese Leichtbauweise wirkt sich auf den Verbrauch und natürlich auch die Fahrdynamik aus. Um letztere noch höher anzusiedeln, verzichtete man bei Jaguar auf die in dieser Klasse übliche McPherson-Vorderachse und verbaute eine Doppelquerlenker-Lösung aus Aluminium. Hinten kommt eine Aluminium-Integral-Hinterachse zum Einsatz. Für weniger Schlupf auf rutschigem Untergrund soll die erstmals im XE eingesetzte All Surface Progress Control (ASPC) sorgen, die zwischen 3,6 und 30 Km/h aktiv wird.

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Ansonsten können sich die Kunden auf alle möglichen elektronischen Helferlein freuen, die in der Mittelklasse heutzutage optional zu haben sind: Ob Head-Up-Display, City-Assistent mit Notbremsfunktion, Abstandsregeltempomat oder Spurwechselwarner – im XE wird alles zu ordern sein, was auch seine größeren Konzernbrüder mitbringen. Auch die neueste Infotainment-Generation darf natürlich nicht fehlen. WLAN-Hotspot, Audio-Streaming oder das Handy als Fernbedienung für’s Auto – fast alles ist möglich.

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Neben dem XE S werden ab Mitte 2015 selbstredend noch weitere kleinere Varianten im Jaguar-Showroom stehen. Darunter auch der Einstiegs-Vierzylinder-Diesel mit 163 PS und Sechsgang-Handschaltung (alternativ mit Achtgang-Automatik), der zum Preis von 36.500 Euro zu den Händlern rollen soll.

Technische Daten:

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Galerie: Jaguar XE S (2014)

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