Geliftet: Leichte Retuschen für den Audi Q3

Facelifts sind so eine Sache für sich. Sind sie zu umfassend, werden die Käufer des Vorgängers vor den Kopf gestoßen: Innerhalb weniger Tage ist ihr fast neues Auto um gefühlte Jahre gealtert und das tut dem Wert nicht gut. Andererseits dürfen Facelifts auch nicht zu lasch ausfallen, denn sonst gibt es schließlich kaum Ansatzpunkte, um nicht doch den Jahreswagen für einen deutlich attraktiveren Preis zu kaufen.

Minimale Retuschen am Äußeren, dafür umso merklichere Überarbeitungen unter dem Blech: So wird Audi es beim ersten Facelifting des seit Oktober 2011 auf dem Markt befindlichen Q3 machen. Dementsprechend ändert sich ein bisschen was am Singleframe-Grill, dessen oben abgeschrägten Ecken nun silbrig glänzend in die Scheinwerfer verlaufen. Letztere sind ab sofort serienmäßig mit „Xenon Plus“ samt LED-Tagfahrlicht ausgestattet und auf Wunsch sogar zu Voll-LED-Scheinwerfern aufrüstbar. Dann erhalten auch die Blinker die bereits im A8 verbaute Lauflichttechnik in die angezeigte Blinkrichtung.

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Und das war’s dann auch schon. Unter der Haube geht es ab dem ersten Quartal 2015 in jeder Variante des Q3 flotter und gleichzeitig sparsamer zu. Sechs Motoren, jeweils drei TDI- und TFSI-Triebwerke stehen zur Auswahl. Den Anfang macht der 1.4 TFSI mit 150 PS, 250 Newtonmetern Drehmoment und Zylinderabschaltung, der in der „Ultra“-Version auf lediglich 5,5 Liter Benzin pro 100 Kilometer kommen soll. 700 Euro mehr und damit 29.600 Euro kostet der Q3 mit dem Einstiegsbenziner. Wer es gerne etwas zügiger hätte, kann zu den 2.0 TFSI-Alternativen mit 180 (zuvor 170) oder 220 (zuvor 211) PS greifen. Der Verbrauch soll um mehr als einen Liter im Durchschnitt gesenkt worden sein. Eine Sonderstellung nimmt der RS Q3 mit 2,5-Liter Fünfzylinder ein: Mit 340 PS und 450 Newtonmetern legt er um 30 PS und ebenso viel Drehmoment zu, sprintet um 0,7 Sekunden schneller als der Vorgänger und das S-Tronic-Doppelkupplungsgetriebe ist neu abgestimmt: Die ersten sechs Gänge als Fahrgänge, der siebte ist ein Schongang. Mit 56.600 Euro kostet der neue RS Q3 aber auch 2.000 Euro mehr als die Vorgängerversion.

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Auch die Selbstzünder haben Beachtung erfahren: Beide 2.0 TDI-Varianten sind leistungsstärker (150 oder 184 PS) und tragen den Zusatz „clean diesel“, der auf die besondere Abgasreinigung mittels SCR-Kat hinweist. Eine besonders sparsame „Ultra“-Version wird es auch hier mit Frontantrieb, Handschaltung und 150 PS geben: Sie soll lediglich 4,4 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen. Außerdem wird ein 120 PS starker Zweiliter-Diesel nachgeschoben. Dieseln und Benzinern sind das überarbeitete Fahrwerk des Q3, die Option auf ein LED-Innenlichtpaket und der serienmäßige Bremsassistent zur Vermeidung von Kollisionen gemein. Ab Februar 2015 stehen die neuen Q3 bei den Händlern.

Galerie: Audi Q3 (ab 2015)

Galerie: Audi RS Q3 (ab 2015)