Eigene Kfz-Werkstatt einrichten: Darauf kommt es an

Für die einen ist das eigene Auto nur ein nützliches Transportmittel, um von A nach B zu kommen. Doch andere schätzen nicht nur das Fahren mit dem Vehikel, sondern haben auch Spaß an Reparatur und Wartung – und sparen dabei gleich eine Menge Geld. Denn der größte Posten auf der Werkstattrechnung ist zumeist die Abrechnung der Arbeitsstunden. Damit der Hobby-Schrauber ans Werk gehen kann, benötigt er aber zunächst eine Werkstatt samt Grundausstattung.

Flexibel arbeiten – dank der eigenen Hobby-Werkstatt

Natürlich sollte sich im Vorfeld die Frage gestellt werden, ob eine eigene Werkstatt überhaupt notwendig ist. Wer nur selten einmal eine Wartung durchführen will, kann dafür auch auf eine Mietwerkstatt zurückgreifen. Der Vorteil: Auch das Werkzeug wird zumeist gestellt, bei Fragen ist ein Experte vor Ort. Sollten ambitioniertere Projekte angegangen werden, führt an der eigenen Werkstatt allerdings kein Weg vorbei. Aufwendigere Reparaturen oder gar Restaurationen können nicht an einem Tag abgeschlossen werden. Und so besteht der entscheidende Vorteil darin, dass der Wagen auch einmal unverrichteter Dinge einige Tage oder Wochen im teilzerlegten Zustand lagern kann.

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Ausreichende Beleuchtung notwendig

Der Werkstattraum sollte dabei natürlich so groß sein, dass er nicht nur den Wagen selbst beherbergen kann, sondern auch genug Platz zum Schrauben lässt; etwa 1,5 Meter zu jeder Seite sollte noch Platz sein. Wichtig bei der Ausstattung ist zudem eine ausreichende Beleuchtung: In gewerbliche Werkstätten ist die Mindestleuchtstärke sogar durch die Arbeitsstättenverordnung geregelt. Für private Hobby-Werkstätten gilt die Verordnung zwar nicht, eine ausreichende Beleuchtung vereinfacht aber auch hier das Arbeiten und kann zudem Unfälle verhindern. Ratsam die Anbringung von Rasterleuchten mit Leuchtstoffröhren, wie sie in Büros üblich sind. Sie erzeugen ein helles, gleichmäßiges und zugleich blendfreies Licht. Sonstige Vorschriften für private Schrauber beschränken sich auf den Umgang mit Ölen und Schmierstoffen. Schon aus eigenem Interesse sollte sich unter dem Auto eine reißfeste Schutzfolie befinden, falls bei einem Ölwechsel einmal etwas daneben geht. Ein Ölfleck ist später nicht nur schwer zu entfernen, sondern auch eine rutschige Gefahrenquelle.

Kfz-Werkzeugkoffer für den Einstieg

Beim Werkzeug lohnt die Anschaffung eines Werkzeugkoffers für den Kfz-Bereich. Die Ausstattung umfasst dabei zumeist Kreuz- und Schlitz-Schraubendreher verschiedener Größen, eine Kombizange und eine Rohrzange, einen mittelschweren Hammer sowie Schraubenschlüssel der Schlüsselweiten 8 bis 32. Sofern nicht ebenfalls im Lieferumfang enthalten, ist die Anschaffung eines Steckschlüsselsatzes sinnvoll. Mit einer 1/2″ Umschaltknarre können auch festsitzende Schrauben gelöst werden, außerdem wird eine Größe ohnehin doppelt gebraucht – zum Gegenhalten beim Lösen der Schraubverbindung. Nützlich sind natürlich auch ein Bandmaß sowie ein Stromprüfer für 12V-Spannung.

Standböcke sichern Fahrzeug beim Räderwechsel

Weiterhin zu Standard gehören ein Wagenheber sowie Standböcke, mit denen sich das Fahrzeug abstützen lässt. Auf diese Weise wird das Fahrzeug beim Räderwechsel oder Arbeiten an den Bremsen gesichert. Für das Montieren von Felgen ist zudem ein Drehmomentschlüssel wichtig: Damit wird überprüft, ob die Radmuttern mit dem richtigen Anzugsmoment festgeschraubt wurden. Alle weiteren Werkzeuge können gekauft werden, sobald Bedarf besteht. Wurde das Schrauber-Hobby einmal für sich entdeckt, dürfte dies bald der Fall sein.